Piratenleben

In der Vorweihnachtszeit findet in der Bucht von San Diego alljährlich eine „Christmas Boat Parade“ statt, also eine Weihnachtsbootsparade. Segelboote, Motoryachten und alles was sonstnoch irgendwie schwimmt wird dekoriert und dann schippert diese Armada gemütlich am Ufer der Bucht entlang, wo Zuschauer die Dekorationen begucken können. Weiterlesen Piratenleben

Zitronengesicht

Wenn ein Anfänger am Streichinstrument so jämmerlich schlecht spielt, dass es einem beim Zuhören das Gesicht verzieht als habe man in eine Zitrone gebissen, dann handelt es sich beim fraglichen Instrument gewiß um das sogenannte Limoncello!

Der Letzte macht den Server aus

Dieser Spruch kam mit schöner Regelmäßigkeit in meinem IT-Beruf in Deutschland: Der Letzte macht den Server aus. Ein Spaß natürlich, denn das war zu einer Zeit als man den Server einfach nicht mehr ausmachte, eh klar. Das Heiligtum Server lief 24 Stunden, 7 Tage die Woche, in seiner Kammer, manchmal klimatisiert aber wenigstens ventiliert – und machte dabei mit seiner Kakophonie aus Lüftern und Festplatten einen Höllenradau. Weiterlesen Der Letzte macht den Server aus

Das Gewicht der Luft

Heute habe ich einen Brief verschickt. Ganz altmodisch, macht man ja irgendwie kaum noch. Ich beschriftete also den Briefumschlag, klebte einen Aufkleber mit meiner Absenderadresse darauf, faltete das Papier, steckte es in dem Umschlag, klebte diesen zu, ging zur Kommode in der wir die Briefmarken aufbewaren und heissa, da war noch eine passendewelche, die ich denn auch auf den Umschlag klebte.

Fertig. Bis auf die Luft im Umschlag, die ich beinahe reflexartig hinausstrich. Vielleicht habe ich das von der Postbeamtin im wunderbaren Postamt im bayrischen Truchtlaching übernommen. Die machte das nämlich auch, damals, bevor sie einen Brief auf die Briefwaage legte. Dabei blickte sie einen voller Überzeugung an und erklärte: „Die Luft wiegt nämlich auch was!“

Standesgemäß Sterben

Der Gärtner beißt ins Gras.
Der Maurer springt von der Schippe.
Der Koch gibt den Löffel ab.
Der Turner verreckt.
Den Elektriker trifft der Schlag.
Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
Der Spachtelfabrikant kratzt ab.
Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.

Die Sache mit der Hitze

Wie eigentlich jedes Jahr zur Sommerszeit mehren sich die Schlagzeilen und Berichte über Wanderer und Touristen die im Südwesten der USA von der Hitze überwältigt wurden. In Arizona sind bereits im Juni mehrere Wanderer ums Leben gekommen, darunter ein 19-jähriges Mädel das sich verlaufen hatte, und auch Deutsche. Sowas zu lesen tut weh. Im Sommer im Südwesten der USA (fernab des moderierenden Einflußes des Meeres an der Küste) wandern zu gehen ist einfach keine so dolle Idee. Daher heute dieser Beitrag. Weiterlesen Die Sache mit der Hitze

Die Argumentation…

…hat ein Loch, sagt man im Deutschen. Warum eigentlich? Das Englische Äquivalent gibt vielleicht einen Hinweis: „This argument doesn’t hold water“, sprich, das Argument ist nicht wasserdicht.

Geht also vielleicht zurück auf Wasserschläuche? Immer wieder spannend, wie unterschiedliche Sprachen indirekt miteinander verbunden sind.

Der Akzent

Das mit dem eigenen Akzent ist ja eine ganz interessante Sache – man selbst hört ihn meistens überhaupt nicht, im eigenen Ohr klingt das Englisch ganz hervorragend. Und doch bemerken die Mitmenschen diesen ganz deutlich.

Manche sprechen einen darauf an, natürliche Neugierde, man höre da so einen Akzent, woher man denn ursprünglich sei? Einige geben auch direkt einen Tipp ab und raten – und natürlich erkennen die meisten meinen Akzent auch gleich als deutsch. Einige witzige Ausreißer gibt’s  aber auch: Weiterlesen Der Akzent