Ich und die Ikea-Küche, Teil 1

Ich habe mir eine Küche gekauft. Bei dem schwedischen Möbelhaus wo alles „Du“ ist. Ausser man spricht mit dem Personal. Das spricht einen dann, dem deutschen Sprachgebrauch entsprechend, erstmal mit „Sie“ an (ja, auch in Bayern/in Österreich).

Im ersten Anlauf dachte ich mir: „datt planste Dir ma alles schön selba!“ – also hab ich mir von Ingvars Webseite dessen Einrichtungsplaner runtergeladen und installiert, meine Küche ausgemessen, und los gehts. Aber mal ehrlich: wenn man so wie ich erstmal gar keine Ahnung hat, dann kommt man nicht so gut damit voran…

Egal – ab ins Auto, vom Chef den Transporter ausgeliehen und nach Salzburg (das bietet sich an, wenn man in Burghausen wohnt, auch wenn man für die einfachste Anfahrt über die Autobahn ein Pickerl braucht). In der Küchenabteilung stehen viele viele PCs auf denen der Einrichtungsplaner läuft. Dort habe ich die Maße meiner Küche eingegeben und dann hilfesuchend geschaut – und sehr schnell kam eine freundlichen junge Dame und hat mir wirklich toll geholfen.

In „Null komma Nix“ war die Küche so zusammengestellt wie ich mir das vorstellte, und die nette Andrea F. hat mit einigen guten Vorschlägen bewiesen, dass sie weiss wovon sie spricht. Das hat mir sehr gut gefallen. Grosses Lob und vielen Dank an Andrea F. von Ikea Salzburg.

Nächster Schritt: die schiere Masse an Kartons und Geräten (Einbauherd, Cerankochfeld, Einbaukühlschrank, Oberschränke, Unterschränke, Türen, Sockelleisten, Scharniere, Einlegeböden, Griffe für die Türen, Siphon, Spülbecken… es ist unfassbar welche Menge da zusammenkommt).

Ich habe mich also entschieden, für knapp 90€ den Lieferservice von DHL in Anspruch zu nehmen – immerhin ist in dem Preis enthalten, dass einem das ganze Gesums aufs Stockwerk getragen wird, schon allein aus dem Grund eine ziemlich gute Investition. Direkt im Möbelhaus gibts dazu einen Schalter von DHL, die füllen einen Transportauftrag aus, machen eine Kopie vom Kassenbon, man bezahlt, sehr angenehm. Total gut auch: die Griffe für die Schranktüren waren gerade aus, das hat sich die Dame notiert und mir zugesagt, dass mir die Griffe mitgebracht werden.

Der Liefertermin war auch schnell vereinbart, Dienstag 12. Mai zwischen 8 und 10 Uhr, ich sage noch dazu – wichtig wichtig – bitte Zufahrt über die Parallelstraße weil man von der eigentlichen Straße gar nicht ans Haus rankommt (Ladenstraße).

Am Dienstag um 7.30 Uhr klingelt mein Telefon, die Jungs sind schon eher da, ja wo ich denn nun bin, sie stehen vor der Tür. Nur halt in der „richtigen“ (falschen) Straße. Steht auf dem Transportauftrag zwar dick drauf, klar, aber wozu noch weiter als bis zum Anschriftenfeld lesen? Ich aufs Radl, 1x um den Block und den Jungs mit Ihrem Transporter vorneweggeradelt zum Hauseingang. „Gibts an Lift?“ – „Naaa!“ – „Des is schlächt“.

Aus dem LKW ergiesst sich in Folge eine nicht enden wollende Zahl an Kartons und Packerln, laut Lieferauftrag 65 „Colli“, wie das so schön heisst. Es ist absolut unmöglich das in der Kürze der Zeit zu kontrollieren weil jede Packung Scharniere usw. ein eigenes „Colli“ ist, aber natürlich praktischerweise in einer Tüte gesammelt daherkommt.

Außerdem pressierts den Jungs natürlich wie die Sau, sie rackern wirklich Klasse, ich gebe ein grosszügiges Trinkgeld weil ich mir denke, dass man für 90€ zu zweit eigentlich nicht viel davon hat wenn man die Strecke Salzburg – Burghausen – Salzburg fährt und Ware liefert (das allein sind 6 Mannstunden).

Weiter in Teil 2.

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