Lokführer

In diesen Tagen kann man nur zu der Erkenntnis kommen: Lokführer sein ist ein Scheissberuf. Denn 500.000 Leute betrauern Robert Enke weil er seinem Leben ein Ende gesetzt hat – und dabei hat er es nicht geschafft, sich Schlaftabletten zu nehmen oder einen Strick, nein, er hat gleich noch andere Menschen mit reinziehen müssen (klar, das kann man jetzt auch wieder voll bedeutungsschwanger deuten, „der letzte Aufschrei – zu spät!“ oder sowas in der Tat…).

Alle trauern. Und wer fragt nach dem Lokführer? Der armen Sau, vor dessen Lok sich Robert Enke geworfen hat? Keiner. Einfach mal Google bemühen und nachlesen…

Aber – der lebt ja auch noch. Womöglich schlägt er aus der Geschichte auch noch Geld, veröffentlicht ein Buch „ich überrollte Robert Enke“ oderso. Bedrohlich: in unserer heutigen Zeit erscheint selbst das möglich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s