Ankunft

Timeline (dieser Eintrag ist zurückdatiert). 22. Oktober – Abreisetag. Alles was von „uns“ übrig ist ist jetzt der Fotorucksack als Handgepäck, Toni und ihre Transportbox, und ein Koffer.

Ich gehe in der Früh und Mittags nochmal mit Toni an der Salzach spazieren und werfe ca. 2km lang immer wieder Stöckchen denen sie nachjagt – damit sie möglichst müde und ausgepowert ist (ein Tipp von der besten aller Tierärztinnen – die Insider wissen Bescheid). In den letzten zwei Monaten habe ich sie sehr sehr langsam an ihre Transportbox gewöhnt. Nach der Buchung des Fluges habe ich sie gleich telefonisch bei der Lufthansa angemeldet, keine Probleme.

Mein Freund Alex aus Burghausen fährt Toni und mich mit seinem Kombi nach München zum Flughafen. Unterwegs machen wir nochmal einen Zwischenstop damit Toni pinkeln kann, und auch mein Magen rebelliert.

Am Flughafen angekommen kann ich den „maschinellen Check-in“ nicht durchführen – vermutlich weil Toni ja mit für den Flug angemeldet ist. Das glaubt mir die freundliche Assistenz natürlich nicht, probiert es dann nochmal, und fragt dann beim Schalter für behinderte Fluggäste, wie denn mit einem mitreisenden Hund zu verfahren sei.

Schließlich checken wir ganz normal ein, und es erwischt ausgerechnet einen Trainee – dessen Kollegin am Nachbarschalter zum Glück sehr nett hilft. Der Trainee selbst ist ebenfalls super nett, begleitet mich mit Toni zum Schalter für Sperrgepäck wo ich die Transportgebühr bezahle, und dann noch zum Frachtschalter. Dort warten wir auf den Sicherheitsbeamten vom Zoll der Toni’s Transportbox nochmal inspiziert und anschliessend versiegelt. Dann geht es zum Aufzug und Toni und ich sind die nächsten 13 Stunden getrennt.

Das Prozedere hat lange gedauert, und es sind zum Glück nur noch 20 Minuten bis zum Boarding. Der Flug ist endlos, die Filme sind dieses Mal fast ausnahmslos Schrott, ich lese ein wenig, höre Musik, döse und versuche irgendwie die Zeit rumzubekommen. Ich denke immer wieder ganz fest an Toni und hoffe, dass sie OK ist.

Nach der Landung hat der erste Beamte des DHS keinen Bock auf einen mit K-1 Visum Einreisenden und schickt mich zu seinem Kollegen am nächsten Schalter. Der will mein ausgefülltes I-94 sehen – MIST! Ich habe nicht mehr daran gedacht, dass ich das ja im Flieger ausfüllen muss, anstatt des ESTA-Teils… also zurück durch die ganze Schlange, das Formular ausgefüllt, wieder durch die ganze Schlange durch, pardon, sorry, may I, excuse me, tut mir leid… peinlich peinlich.

Nach 10 Minuten bin ich durch, und zum Glück steht Toni schon in ihrer Transportbox an der Sperrgepäckausgabe. Sie ist gestresst und hechelt stark, sieht aber ansonsten OK aus, steht in der Box und ist munter. Dann der Schock: entgegen der Aussage des Lufthansa-Mitarbeiters am Telefon wurde der Wasserbehälter in ihrer Box nicht aufgefüllt (man hatte mir extra gesagt ich solle ihn leer lassen da sonst beim Verladen der Box das Wasser ausschwappt). Toni war 14 Stunden ohne Wasser! Und bei der Zollabfertigung ist eine schier endlose Schlange.

Nach etwa einer halben Stunde Warten sind wir auch dort endlich durch – Shuwen steht sich schon die Füsse in den Bauch und ich bin sehr froh sie zu sehen. Wir befreien Toni endlich aus der Box, sie muss nicht pieseln, aber trinken, trinken, trinken… das arme Hundchen säuft 2 Minuten lang, danach ist sie zufrieden und mag nichts mehr.

Wir fahren zusammen „heim“, in’s neue Heim, nach San Diego. Das I-94 ist bis 20. Januar gültig, bis dahin müssen wir verheiratet sein! 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s