Tierärzte und Amtsschimmel // Vets and red tape

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In Deutschland denken viele Menschen immer noch, dass ein Haustier bei der Einreise in die USA grundsätzlich in Quarantäne müsste (ich wurde oft genug gefragt „oh je, wie ist das denn mit der Quarantäne?“ wenn ich erwähnte, dass ich Toni mitnehme). Aber dem ist nicht so (gilt nur für einige wenige Bundesstaaten). Das Haustier muss nur eine mindestens 3 Monate zurückliegende Tollwutimpfung haben.

Die Tollwutimpfung konnte ich bei der Einreise gut dokumentiert anhand des europäischen Heimtierausweises belegen – allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass die Zollbeamten in irgend einer Weise wussten, ob und was sie da überprüfen sollen („mein“ Zollbeamter war etwas überfordert und fragte seinen Kollegen, die Konversation lief etwa so: „Hey, ich habe hier einen Hund“ – „Hmmm, der ist aus Deutschland? Das sollte dann schon ok sein.“ – Ende der Überprüfung, Toni und ich durfen den Flughafen verlassen).

Allerdings gibt es hier in den USA einen gar garstigen Parasiten dem man auf jeden Fall vorbeugen sollte: den Herzwurm (wer wirklich wissen will was das ist: Wikipedia). Eine meiner ersten eigenständigen Amtshandlungen war es also, wegen der Herzwurmprophylaxe den nächstgelegenen Tierarzt aufzusuchen.

Nun kommt die kleine Toni aus Deutschland, und da gibt es gar keine Herzwürmer. Sie wurde im Tierheim damals negativ getestet (sonst würde sie ohne Behandlung heute auch nicht mehr leben – ja, der Parasit ist wirklich so fies). Der Herr Tierarzt bestand jedoch darauf, dass ich einen Test machen muss um das Präparat zu bekommen. Toni ist sehr scheu und ängstlich, und die Prozedur einer Blutabnahme wollte ich ihr wirklich ersparen, also bekam ich statt des Wunschmittels (das oral gegeben wird) nur eine Art Mückenschutz der äußerlich aufgetragen wird (da wurde mir dann versehentlich eine bereits geöffnete Packung gegeben die nur noch den halben Inhalt hatte – bei einem Preis von ca. 50€ nicht so lustig, also musste ich nochmal da hin und reklamieren… na ja).

Ein Blick in den Heimtierausweis und eine kurze Google-Suche hätte dem Tierarzt auch offenbart, dass Toni entwurmt ist (Name des Wurmmittels und Datum stehen im Ausweis drin). Das wurde… sagen wir mal „übersehen“ …und mir wurde zusätzlich eine Wurmkur für umgerechnet 45€ empfohlen (die ich mit dem Hinweis auf den Heimtierausweis und den Eintrag darin dankend abgelehnt habe).

Der nächste Schritt: Toni muss angemeldet werden damit sie eine Plakette bekommt. An den öffentlichen Stränden wo Hunde erlaubt sind muss der Hund die Plakette tragen. Das geht ganz bequem online, die Gebühr ist nicht hoch (ca. 10€ pro Jahr), man muss nur noch die Impfbescheinigung (aus der hervorgeht, dass der Hund gegen Tollwut geimpft ist, was ja auch eine Einreisebedingung ist…) hinterherfaxen oder schicken. Ich habe also den Sachverhalt erklärt und Kopien des Heimtierausweises mit den Impfeinträgen gefaxt.

Nach ein paar Tagen die Antwort der San Diego Animal Services: alles schön und gut, für die Einreise reicht der Nachweis aus Deutschland, aber für die Registrierung muss man das Tier in Kalifornien impfen lassen. Der durchschnittliche Deutsche ist geneigt sich zu fragen wie bescheuert das ist wenn für die Einreise an sich der deutsche Impfnachweis ausreichend ist… aber egal. Also nochmal zum Tierarzt, die Impfung gemacht, bezahlt, und die Impfbescheinigung bekommen.

Man hört ja immer, dass in den USA alles so super serviceorientiert sei. Ist meine Erwartung, dass mir der Tierarzt dass auch gleich hätte sagen können zu viel? Anstatt eine völlig unnötige Wurmkur zu empfehlen? Nun ja…

A lot of people in Germany still think that pets will be quarantined when entering the US (I don’t know how many times I heard the question „oh gee, what will it be like with the quarantine?“ when I mentioned that I’m taking Toni with me). But that’s not the case (except for very few states, actually). The only requirement is a rabies vaccination that was done at least three months before entering the US.

I could prove the rabies vaccination upon entry easily with the European pet passport that I have for Toni. However, I didn’t really have the impression that the customs officers really knew or cared what and if they have to check there („my“ customs officer seemed a little bit overstrained with the task and had to ask one of his colleagues. The conversation went like: „Hey, I have a dog here“ – „Hmmm, it’s from Germany so it should be ok.“ End of examination, Toni and me were allowed to leave the airport.)

But there is one parasite here in the US that absolutely requires attention and prevention: the heartworm (if you really want to know: Wikipedia). So one of the first things that I officially did here was to visit a nearby vet for the heartworm prevention.

Now, little Miss Toni comes from Germany, and there are no heartworms in Germany. Back then in the animal shelter she had been tested with a negative indication (and otherwise she probably wouldn’t be alive anymore – yes, that parasite is that nasty). Mister vet on the other hand insisted to make a test for heartworm disease in order to give me the preventive medicine. Since Toni is shy and easily afraid I wanted to spare her the procedure of a blood sample being taken – so instead of the preferred medicine (to be taken orally by the dog) the best I could get was some sort of mosquito repellent that is applied to the skin (and they accidentally gave me a pack that was already open and was only half full – at the price of about $70 that’s no fun so I had to go there again to complain… oh well.)

One further look into the pet passport and maybe a short Google search would have revealed the fact that Toni is actually de-wormed to the vet (the name of the medicine and the date are in the pet passport). They kinda… overlooked that, and recommended an additional de-worming for something like $60 (which I declined with regards to the entry in the pet passport.)

The next step was to register Toni with the San Diego County Animal Services. On public beaches where dogs are allowed, it’s required that the dog is wearing a badge to be identified. The registration is fairly simply and can be done online, the fee is low ($14 per year), the only additional step is to send in a vaccination certificate via Fax or Mail. I explained the circumstances, made copies of the pet passport with the vaccination entries, and sent these documents as Fax.

A couple of days later the San Diego Animal Services replied that this is nice and okay for entering the US, but that the registration here the animal needs to be vaccinated in California. The average German tends to wonder now how little sense that makes since for the entry itself, the German vaccination is sufficient… but anyway. So off to the vet once more, got the vaccination, paid and got the vaccination certificate.

I often heard how everything in the US is so service oriented. I don’t know… I would have expected the vet to tell me the vaccination requirement right away. Instead of recommending a completely unnecessary deworming. Oh well…

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