You will be assimilated

„Not only does the English Language borrow words from other languages, it sometimes chases them down dark alleys, hits them over the head, and goes through their pockets“ (Eddy Peters)

In Deutschland bemüht man sich ja, Wörter die aus Fremdsprachen entliehen sind halbwegs korrekt auszusprechen (um gegebenfalls grandios daran zu scheitern). Man versucht „njokki“ zu sagen wenn beim Italiener „Gnocchi“ auf der Speisekarte steht. Und eben nicht „Gnotschi“ (ok, Bayern sagen auch schonmal „Gnockerl“, ja), auch wenn Italiener das vermutlich mit einem mehr oder weniger deutlich unterdrückten Gesichtszucken verstehen werden. Und halt nicht „Tackliatelle“, sondern „Talliatelle“ (das G ist stumm – oder man sagt gleich Bandnudeln, aber je feiner das Restaurant… na ja). Und so weiter. Parmesan ist ja zum Glück eher deutsch. 🙂

Hier in Amerika ist man da nicht so einfühlsam: es wird einfach versucht, alles irgendwie Englisch auszusprechen. Das ist hier in Kalifornien, wo viele Ortsteile und Straßen spanische Namen haben (Los Angeles hieß ursprünglich mal „El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles del Río de Porciúncula“) oder verpasst bekommen recht schön zu sehen. Oder zu hören. Und die Assimilierung jeglicher Fremdwörter in englische Zwangsaussprache wird bei den, ähhh… doch eher deutlichen Unterschieden zwischen Englisch und Spanisch schnell offenbar. 😉

Der Ortsteil Encinitas wird zu einem labberigen „Ensnihds“ (man stelle sich das erste i und das a nur angedeutet genuschelt vor), der Burrito zum „Börihdou“, und so weiter, und so fort. Erstaunlicherweise werden dann einzelne Besonderheiten des Spanischen aber DOCH wieder berücksichtigt: dass das doppelte L als J ausgesprochen wird, und das J als CH etwa: die Bucht und der Ortsteil „La Jolla“ werden richtigerweise „La Choja“ ausgesprochen (und nicht etwa „Le Dscholla“, wie man verstört vermuten würde).

Zum Glück kann ich kein Spanisch, denn ich habe schon Schwierigkeiten beim Italiener so zu bestellen, dass man mich versteht. Mir stellt es die Haare auf. Man muss „Brouschedda“ bestellen wenn man Bruschetta (ausgesprochen „Brusketta“) möchte, und „Parmedschaaan“ wenn man Reibekäse will. Aua!

Auch noch eher ungewöhnlich für mich, und immer wieder Anlaß für Verwirrungen: die amerikanische (englische?) Schreibweise für das Datum. Der siebte Dezember wird geschrieben als „12-07-2010“. So wie in einem Brief halt auch: „December 7th, 2010“.

Bei der Aussprache von Zahlen hingegen ist Englisch wesentlich logischer als Deutsch: 67 ist ausgesprochen sechzig-sieben, und eben nicht sieben-und-sechzig. Diese Zahl habe ich bewusst gewählt. Stattdessen 76 oder andersrum statt 76 eben 67 zu sagen gehört nämlich zu meinen absoluten Spezialitäten. 😛

Ein Guten Rutsch Euch allen.

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