Service

Zur Erinnerung: vor einiger Zeit haben wir das komplette Paket Telefon/Internet/TV von Anbieter A zu Anbieter B umstellt.

Gestern morgen etwa um 7.30 Uhr piepst unsere Alarmanlage: Störung auf der Telefonleitung.Ein Stockwerk tiefer vermeldet der Kabelreceiver in seinem Display „boot“, und Internet gibt’s auch keins. Ich ging also von einem kurzen wetterbedingten Schluckauf aus (es hatte über Nacht kurz genieselt – wer weiß?), bin mit der Toni die Morgenrunde gegangen, habe mich dann ein wenig der Hausarbeit gewidmet und Kaffee geschlürft*.

Um 10.30 Uhr immer noch nichts. Kabelmodem aus- und eingesteckt, die übliche Prozedur (AEG, also ausschalten, einschalten, geht-wieder) bringt nichts. Ein Anruf beim Anbieter ist fällig.** Nach einigen wenigen Versuchen („ich schicke mal ein Signal an ihren Receiver!“ – ja, klar…) steht fest: ein Techniker muss sich das vor Ort anschauen.

Ich sehe mich also schon die nächsten Tage ohne Internet mit „Notverbindung“ via Android-Hotspot oder 3G rumkrebsen, das für den Tag angedachte Projekt „Kunstdrucke meiner Fotos in Europa anbieten“ verschiebend, da sagt der freundliche Mann am Telefon: „reicht es aus wenn der Techniker so gegen Mittag da ist?“ – ich bin platt. Ich meine… wir sind Privatkunden! Einfache Leute! Und innerhalb von zwei Stunden kommt ein Techniker vor Ort? Womit haben wir das verdient?

Und wie versprochen steht der Mann 20 Minuten nachdem er sich telefonisch angekündigt hat vor der Türe. Und widmet sich knapp 2 Stunden einem äusserst obskuren Problem: allen Anschein nach hat der alte Anbieter (A) nun endlich die physikalische Verbindung gekappt. Nur leider die falsche. Nachdem wir wieder angeschlossen sind stellt der Techniker von Anbieter B dann auch noch fest, dass unser Kabelreceiver bisher noch nie richtig funktioniert hat, und dass die Zuleitung eine Macke hat. Er wechselt das alles aus und behebt die Probleme. Jetzt können wir sogar beim Fernseh gucken „time shiften“. Boah.

Ich bin sprachlos, und möchte meine Annahmen über die annähernd identische Servicequalität von Telekommunikationsanbietern weltweit hiermit zumindest teilweise revidieren. 🙂

*) Die Anschaffung eines Saeco-Vollautomaten zieht leider nach wie vor Kaffeedifferenzen nach sich: die – brrrrrrrr! – aromatisierten Kaffee liebende Frau findet alle Kaffeesorten die ich ausprobiere bitter. Mit Ausnahme des Illy-Kaffee’s mit dem roten Deckel – der hier etwa das Vierfache meines Lieblingskaffee’s kostet, eh klar.

**) Ruft man hier Servicehotlines an, dann landet man grundsätzlich erstmal in einem Sprachmenü. Das kann mitunter recht nervig sein wenn man sich durch fünf Menüebenen durchlauschen muß (die erste Auswahloption ist meistens die Sprache – Englisch 1, Spanisch 2). Das ist nicht nur bei privaten Unternehmen so, sondern auch bei Ämtern und anderen öffentlichen Institutionen.

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2 Comments

  1. Naja du darfst nicht nur von der Telekotz ausgehen.Ich war ja eine Zeit lang bei Kabel Deutschlang (was leider in mein neuen Haus nicht verfügbar ist). Da hatte ich auch zwei eine Störung und die Techniker waren innerhalb 1-2 Stunden nach dem Anruf da und haben das behoben.Grüße Martin

  2. zu *) Naja mit Illy macht ihr nichts verkehrt. Den mag ich auch. Bei aromatisierten Kaffee wäre ich vorsichtig, gerade bei Saecco Maschinen, die auch schon mal gerne zu Verbrennungsgeschmack im Mahlwerk neigen, ist es wohl so dass die auch die Maschine zerstören können. (Nur als Argumentationshilfe gegen die aromatisierungs Fraktion 🙂 )

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