Mein Kaffee ist kalt

Und das kam so. Ich drücke auf den Knopf unseres wunderbaren Saeco-Kaffeevollautomaten (einmal auf diesem Level angelangt gibt es einfach kein zurück). Die Bohnen werden gemahlen, vorgebrüht, und der Kaffee fließt mit dem sonoren Brummen der Pumpe langsam Crema bildend in meine Tasse. Dann ist der Brühvorgang abgeschlossen – und die rote Warnleuchte an der Maschine geht an.

Das fiese Rotlicht
Das fiese Rotlicht

Ist das Wasser alle? Wassertank raus – nein, ist noch halb voll. Egal, gleich auffüllen wenn man das Ding schon mal in der Hand hat. Natürlich mit dem gefilterten Wasser, dass der Kühlschrank liefert. Fließt langsam, dauert länger, schmeckt besser, ist besser – weil weniger Kalk.

Da es das Wasser nicht war muß es ja der Satzbehälter sein. Also das Ding raus und entleert. Dabei fällt mir ein, dass die Brüheinheit ja auch schon wieder ausgespült werden muss. Also Seitenklappe auf, das Teil raus, und damit zur Spüle. In der Spüle stapeln sich zwei Töpfe, der Wok und eine Pfanne (ja, die Spüle ist groß). Verdammt!

Also mal eben begonnen, das Zeug zu spülen. Dabei festgestellt, dass die Abtropf- und Trockenmatte noch vom letzten Spülgang mit Eßstäbchen, Messern, Schüsseln, Plastikdeckeln und Teilen der Küchenmaschine vollgestellt ist.

Also rasch das Handtuch genommen, die Hände abgetrocknet und die Sachen von der Abtropfmatte verräumt. Dann zurück ans Spülbecken: der Wok, die Pfanne, die Töpfe. Danach endlich: Platz zum Ausspülen der Brüheinheit der Kaffeemaschine! Ach, dieses Gefühl etwas erledigt zu haben, wie wunderbar.

War da nochwas? Ach ja, mein Kaffee… der ist in der Zwischenzeit, wie schon gesagt, kalt. Warum kommt man immer vom hundertsten ins tausendste? Was mache ich nur falsch?!

Oder vielleicht mache ich gar nichts falsch. Jetzt ist zwar der Kaffee kalt, aber dafür 1. das Wasser aufgefüllt 2. der Satzbehälter geleert 3. das Besteck verräumt 4. das Kochgeschirr gespült und 5. die Brüheinheit gereinigt. Fünf Dinge erledigt, wo doch nur eines wirklich nötig war. Immer positiv denken, immer positiv denken…

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2 Comments

  1. Oh ja, wer kennt das Problem nicht… Mir geht es manchmal so, dass ich ein Eis aus der Gefriertruhe nehme und schon mal bereitlege. Wenn ich dann dazu komme, es gemütlich zu essen, fängt es an zu zerlaufen. Deine Kaffeegeschichte quasi umgedreht 🙂

    Nebenbei: Habt ihr auch so ein Kalk-„Problem“ bei Euch? Ist bei uns hier im Norden Deutschlands echt fies.

    1. Das Leitungswasser ist recht kalkig, ja. Das wundert mich eigentlich, da es ja doch von ziemlich weit weg kommt.

      Das Wasser, dass wir trinken und für Kaffee, Tee etc. verwenden ist allerdings gefiltert. Der Kühlschrank hat einen Wasseranschluss und liefert so gekühltes Wasser und Eis. Der Filter muss alle 6 Monate ausgetauscht werden (praktischer als das Britta-Zeug).

      Die Filterung ist allerdings auch sinnvoll, denn das Wasser ist gechlort, je nach Jahreszeit riecht und schmeckt man das mehr oder weniger deutlich.

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