Der Umzug (Teil 1)

Vor einiger Zeit offenbarte mir Shuwen, dass wir unser Reihenhaus nun mal verkaufen sollten, denn es sei nie ihr Plan gewesen, länger als 5 Jahre darin zu leben.

Der geneigte Leser mag sich nun fragen: warum dann nicht mieten? Weil man mit Mieten kein Geld verdient, deswegen. Zum einen gibt es für erstmalige Hausbesitzer satte Steuervergünstigungen, zum anderen hat das Haus seit Ende 2009 durchaus deutlich an Wert gewonnen (wir erinnern uns an die Geldvernichtung der großen Finanzkrise von 2008, als die Immobilienblase in den USA hier platzte).

Hinzu kommt, dass das Reihenhäusl in einer recht neuen Wohngegend liegt – da ist eine Extrasteuer namens Mello-Roos (Wikipedia, nur Englisch) fällig, aus der Schulen und andere öffentliche Einrichtungen finanziert werden. Da wir keine Kinder haben, „nutzen“ wir das also nicht (in der Tat ist diese Wohngegend gerade deshalb bei Familien sehr beliebt und gefragt).

Und schließlich und endlich bezahlt man für das Management eines Reihenhauses eine ganz satte monatliche Gebühr (die diverse Aussenarbeiten und Instandhaltung enthält), für die man dann umgekehrt diverse Freiheiten die Hausbesitz eigentlich attraktiv machen gegen eine Fülle von Regeln und Reglementierungen eintauscht. Und datt nervt.

Zusammengerechnet belaufen sich Steuern und Gebühren so auf mehr als $800 pro Monat. Das Geld kann man in einer anderen Wohngegend dann halt anderweitig verwenden. Zum Beispiel für ein Einfamilienhaus, dass dann auch noch größer ist.

Soweit also erstmal zur Motivation.

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3 Comments

  1. $800 allein fürs Management sind ja nicht gerade ein Pappenstiel. So wie sich das anhört, sind die Familien die solche Gegenden ziehen dann schon besser betucht. Oder täusche ich mich? Ich kenne ja die Relationen nicht.

    1. Ja, das ist schon so. Dieser „Mello Roos“ Aufschlag ist allerdings nicht nur „Management“, das Geld wird auch für Sheriff, Feuerwehr, Notruf, Schulen usw. verwendet. So ganz kapiere ich dieses System auch noch nicht, denn irgendwie müssten Stadtteile bei denen es den Mello-Roos nicht gibt ja auch diese Dienste bereitstellen…

      Aber Du hast schon recht: die neueren Wohngebiete sind überwiegend den Besserverdienern vorbehalten. Wobei es wohl gewisse Regeln und Gesetze gibt die da Ausgleich schaffen sollen („equal housing opportunity“ nennt sich das – in unserem Apartmentkomplex z. B. darf ein bestimmter Anteil Wohnungen nur an Mieter die weniger als $60k im Jahr verdienen vermietet werden).

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