Der Umzug (Teil 3)

OK, dieser Post sollte wohl eigentlich eher „Der Hausverkauf“ betitelt sein, da er aber Bestandteil des Epos 😉 „Umzug“ ist, und somit die Kontinuität der überaus faszinierenden Teile eins und zwei sicherstellt, lassen wir mal fünfe gerade sein, wa?!

Wir erinnern uns, dass die Protagonisten unserer Erzählung sich dazu entschlossen, ihr Reihenhäusl zu verkaufen (wenngleich dieser Entschluß teilweise mit Schmerzen und ein wenig Unverständnis verbunden war), und dass jenes Häuschen dann schwuppsdiwupps auch schon zum Verkauf gelistet war.

Aus dem aktuellen Marktspiegel ergibt sich ein Preisbereich, innerhalb dessen man als Verkäufer dann gewillt ist, eine Offerte zu berücksichtigen (die Spanne zwischen dem unteren und dem oberen Ende des Preisbereichs betrug bei uns rund $35k). Vorbereitendesweise hat sie schlaue Frau bei den großen Online-Immobilienportalen Accounts angelegt und die Daten unseres Heims auf den aktuellsten Stand gebracht. Das hat den Wert der Immobilie den diese Portale errechnen und ausweisen durchaus positiv beeinflußt. 🙂

Und damit begann dann auch der – für mich – lästigste Teil des Verkaufs: Besichtigungen durch Kaufinteressenten. Am Freitag ging das Verkaufslisting online (das Timing ist wichtig!), am Sonntag hatten wir dann „Open House“. Bedeutet, dass die Bewohner den Tag anderweitig verbringen (günstigerweise fiel das für uns mit dem Segelausflug zusammen – Planung ist einfach alles!) und sich ein freundlicher Makler für einen nachmittag ins Haus setzt – um Kaufinteressenten Gelegenheit zu geben, das Haus ohne Scham und Vorbehalte zu berücksichtigen.

Das bedeutet auch, dass natürlich alles ziemlich sauber sein sollte, und persönliche Sachen sowie Wertsachen natürlich irgendwie irgendwo außer Sicht verstaut und versteckt sein wollen. Alles in allem sieht das Haus dann innen zwar toll aus, aber leben kann da eigentlich keiner, denn dabei hinterläßt man zwangsläufig Krümelspuren (im Falle frühstückender Menschen etwa) oder Haarspuren (eher bei niedlichen kleinen Hunden der Fall, aber auch bei Gattinnen mit schönem langen Haar).

Wenn sich das auf den „Open House“ Sonntag beschränken würde wäre es ja nicht so schlimm, aber es kann halt durchaus vorkommen, dass ein Makler gerade mit einem Interessenten in der Gegend ist und das Haus dann noch kurz angucken will – „wir wären so in 30 Minuten da, ist das ok?“ – ja logisch, ich sitze hier gerade nach dem Joggen ausdampfend in der U-Hose, kein Problem! 😉

Wie kommen die ins Haus, wenn man selbst nicht da ist oder sein soll? An der Türe außen wird eine „Lockbox“ angebracht – das ist eine Box mit Zahlenkombination und Kartenleser. Der Makler eines Kaufinteressenten (außerhalb der „Open House“ Zeiten kann man nur mit Makler besichtigen) der das Haus besichtigen will schiebt seine Makler-ID-Karte in die Box, tippt seinen persönlichen Code ein, und die Box öffnet sich und gibt den Hausschlüssel frei. Höflicherweise wird vorher natürlich noch geklingelt, und dann nochmal laut „Hallo?!“ ins Haus gerufen bevor man reingeht.

Glücklicherweise dauerte die Phase der sehr spontanen langen Spaziergänge mit Toni nicht sehr lange, denn binnen weniger Tage trudelten die ersten Offerten ein. Das erste haben wir gleich mal ignoriert – unter unserem Mindestpreis! Geht’s noch?! 🙂

Dann zwei Angebote die sehr dicht beisammenliegen. Man kontert diese Offerten dann mit Gegenangeboten – da wir zwei Gebote hatten enthielt unser Gegenangebot nur den Satz „der höchste Preis möge gewinnen“ (oder sowas halt). Sprich: die Interessenten sollen dann bitte ihren persönlichen Höchstpreis bieten. Der kommt dann wieder in Form eines Gegenangebots vom Kaufinteressenten an – der erste Bieter hat nicht so doll gezogen, der zweite hat ein paar gute Scheite Holz draufgelegt und lag dann auch ziemlich am oberen Ende unserer Preisspanne.

Diese Offerte haben wir dann natürlich auch angenommen. Das Ping-Pong Spiel aus Offerte und Gegenangebot setzt sich dann noch eine Weile weiter fort bis alle Einzelheiten ausgeschachert sind (dazu gehört welchen Treuhänder man mit der Abwicklung betrauen will, welche Firma die Inspektion macht, usw. usf.).

Das klingt kompliziert, ist es aber dank elektronischer Unterschriften gar nicht. Unser Makler nutzt natürlich einen solchen Dienst, und jedwedes Dokument kann dort in gescannter Form zur elektronischen Unterschrift bereitgestellt werden. Sehr, sehr praktisch.

Wie’s weitergeht dann im nächsten Teil.

 

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