Der Umzug (Teil 4)

Oder auch: Der Hausverkauf, Teil 2. 🙂 Nachdem wir also ein Käuferangebot angenommen hatten geht die Geschichte in die nächste Runde, und diese beinhaltet:

  • eine Termiteninspektion (im Land der Holzständerbauweise eine unbedingte Notwendigkeit) – diese verlief problemlos, sprich, das Häusl ist schädlingsfrei
  • eine „Home Inspection“ bei der Käufer und ein Sachverständiger (oder jedenfalls sollte es einer sein) das Haus, die Installationen usw. auf Herz und Nieren prüfen
  • die Beseitigung etwaiger Mängel, die der Sachverständige festgestellt hat.

Der Herr Home Inspector war leider nicht unbedingt der hellste und stellt bei uns einen angeblichen Druckstoß („Water Hammer“) fest, der keiner war. Die Kaltwasserleitung verursachte wohl unter merkwürdigsten Umständen die ich erstmal nicht reproduzieren konnte Vibrationen – und der Herr Hausinspizierer meinte, das sei ein Druckstoß (Schwachsinn). Da die Häuser hier ja nicht gemauert sind verlaufen die Wasserrohre in den Zwischenräumen der Wandbeplankungen (Gipskarton und/oder OSB), und solche Vibrationen sind dann entsprechend laut. ratatatatatatatatatatatatatatataatata 😀

Nachdem es mir dann doch irgendwie gelungen war die Vibration zu reproduzieren (wenn man den Zulauf unter dem Waschbecken auf- und zudreht während das Wasser läuft konnte man sie hervorrufen) haben wir einen Klempner* gebeten, sich das anzuschauen. Der hat sich natürlich schlappgelacht, den Zulauf komplett aufgedreht (wenn man den Wasserfluß reduzierte hat der verringerte Durchlauf mit dem Wasserdruck zusammen die Vibration erzeugt), und eine Rechnung über $70 geschrieben. Immerhin hatten wir damit ein Dokument, dass sich darum gekümmert wurde. Abgehakt.

Unsere Käuferin war dann auch noch der Meinung, dass die älteren Fliegengitter vor zwei der Fenster ein Sicherheitsrisiko (!) darstellten – ich erkläre das jetzt mal nicht weiter. Im Baumarkt gibt es für $20 ein Fliegengitterreparaturset und ich habe die beiden Fliegengitter erneuert. Ende.

Zuguterletzt waren im Bericht des Herrn Inschpecktörs noch die mangelhaften Kohlenmonoxid-Detektoren vermerkt. Eine neuere Reglementierung (die nach dem Bau unseren Reihenhauses in Kraft trat) sieht nämlich vor, dass diese jetzt in jedem Stockwerk vorhanden sein müssen. Also auf zum Baumarkt, drei von den Nachrüstdingern für die Steckdose gekauft, zusammen $75, alles in Butter.

Nachdem die Mängel beseitigt sind ist es für den Käufer dann an der Zeit in Aktion zu treten und die erste Anzahlung endgültig freizugeben (üblich ist, dass der Käufer sofort eine Anzahlung macht, diese aber für rund 2 Wochen unverbindlich bleibt, d. h. der Käufer könnte dann zurücktreten und die Anzahlung zurückbekommen).

Das hat auch fast fristgerecht geklappt, und danach ist es an der Treuhandfirma, einen Berg an Unterlagen zu produzieren, die Übertragung des Besitzes zu veranlassen, usw. usf. – das kostet natürlich eine Gebühr, ist aber gefühlt etwa 1000x einfacher als den ganzen Scheiß selbst zu machen. 🙂

Wir konnten uns derweil auf die Suche nach einem neuen Häuschen konzentrieren. Und davon dann im nächsten Teil.


*) Sprachnerd-Anmerkung: das englische Wort für Klempner ist „Plumber“, was auf das lateinische Wort für Blei, „Plumbum“ zurückgeht – ganz ganz früher waren die Wasserleitungen ja mal aus Blei. Bis man merkte, dass das nicht so gesund ist.

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