Der Umzug (Teil 9)

Ja, lange hat es gedauert bis zum nächsten Beitrag im Umzugs-Epos. Und ich kann mit Freuden vermelden: wir haben heute unseren Mietvertrag zum 30. November gekündigt. Was natürlich bedeutet: wir haben ein Haus! YES!

Im Laufe der Haussuche hat sich unsere Perspektive auf mögliche „Kandidaten“ natürlich verändert – das Haus, das jetzt „das Rennen“ gemacht hat, hatten wir nämlich schon mal angeschaut, ich glaube im Juni diesen Jahres. Da war es in einem Zustand der uns nicht unbedingt angesprochen hatte – wir waren da noch der Meinung, dass wir doch möglichst was finden sollten was direkt einzugsbereit ist (da ja parallel der Verkauf unseres Reihenhauses lief, und wir da möglichst „direkt“ wechseln wollten – für Renovierungen blieb also keine Zeit).

Nachdem die Verkäufer das Haus im ersten Anlauf nicht verkaufen konnten haben sie es vom Markt genommen und es einigermaßen ansehnlich gemacht – den Garten aufgeräumt, die Garage entrümpelt, Wände gestrichen, neue Teppiche verlegt, und als wir es Anfang Oktober nochmal angeschaut haben war uns klar: das ist es.

Nachdem wir ja nun schon 2x Häuser gut fanden, die dann aber irgendwie doch nicht so richtig waren, hat unsere Maklerin (Michelle) darauf bestanden, dass wir das Haus nochmal anschauen. 🙂 Das hat allerdings nichts geändert. Wir mochten es. Wir wollten es.

Nachdem uns klar war, dass das Haus doch einiges an zum Teil unmittelbaren (Küche, Fenster, natürlich Möbel), zum Teil zu erwartenden Investitionen in nicht allzu ferner Zukunft (Heizung/Klima, teilweise Dach) benötigen würde haben wir ein Angebot abgegeben, dass deutlich unter dem gelisteten Verkaufspreis lag – und wir wussten zu dem Zeitpunkt auch, dass der Verkäufer bereits ein Bargeldangebot hatte (das aber offensichtlich noch niedriger war als unseres).

Natürlich kam dann ein Gegenangebot des Verkäufers zurück – niedriger als sein ursprünglicher Listenpreis, also ein deutlichen Entgegenkommen in unsere Richtung. Wir haben dann wiederum ein Gegenangebot gemacht – über unserem ersten Angebot natürlich, aber niedriger als das Verkäufer-Gegenangebot. Und dann warteten wir, und zählten beinahe die Stunden.

Am Dienstagmorgen rief mich Michelle an: wir haben den Zuschlag erhalten. Das erste was ich sagen konnte war: „NO WAY!“ Genial. Das geilste Haus überhaupt. Tolle Lage, ebenerdig (keine Treppen!), ruhig, super Gegend, groß, Garten, toller Grundriss – Wahnsinn. Und wir haben den Zuschlag erhalten. Echt?!? Hammer.

Ich rufe Shuwen in der Arbeit an: „Michelle hat gerade angerufen.“ – „Ja?“ – „Schlechte Nachrichten.“ – „Ach herrje…“ – „Wir müssen Geld ausgeben um das Haus herzurichten, denn ES IST UNSER!“ – „Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?!?“

Wir gingen dann mit gesunder Skepsis und einer „nix zu verlieren“ Einstellungen an die gründlichere Prüfung des Hauses durch den Home Inspector – nachdem wir ja schon ausreichende Erfahrungen 😛 damit gemacht hatten wussten wir, dass wirklich jedes kleine Fitzelchen in seinem Bericht auftauchen würde – und die wenigen Punkte bei denen wir tatsächlich Bedenken hatten konnten einer nach dem anderen ausgeräumt werden.

Es blieb eine zusätzliche Überprüfung auf Termitenbefall und/oder -schaden. Das Ergebnis dieser fiel dann nicht so toll aus: diverse Schäden die nicht richtig behoben waren, und eine mögliche Befallsstelle im Dachstuhl. „Bummer“, wie man im Englischen dann sagt.

Aber, Glück im Unglück: das Haus wurde im letzten Jahr „eingezeltet“ und komplett gegen Termiten behandelt. Dieses Jahr wurde es dann als termiten- und schadenfrei rezertifiziert – die Verantwortung für die Schäden lag also beim Dienstleister der die Rezertifizierung gegeben hatte, und wir mussten darüber nicht mit dem Verkäufer verhandeln. Der Termin mit diesem Dienstleister verlief dann überraschend positiv – keine Defensive, sondern bereitwilliges Entgegenkommen.

Nachdem dieser Stein also aus dem Weg gerollt wurde (und uns in ähnlicher Größe auch vom Herzen fiel) blieben ein paar kleinere Mängel übrig, über die wir uns mit dem Verkäufer schnell einigen konnten – anstatt der nötigen Reparaturen bekommen wir einen Nachlaß auf den ausgehandelten Kaufpreis, und kümmern uns dann selbst um diese Reparaturen (so werden diese dann auch so gemacht wie wir uns das vorstellen).

Jetzt können wir es kaum noch erwarten die Schlüssel zu bekommen. Am 18. November ist es soweit!

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