Der Umzug (Teil 11)

Gestern abend war es so weit: die Mietwohnung ist leer! Endlich. Am Mittwoch haben die Möbelpacker die ganzen sperrigen Sachen aus der Wohnung in unser Haus transportiert, und wir dachten uns: na ja, die paar Sachen aus der Küche (einiges hatten wir ja nie ausgepackt, es verblieb in der Garage) können wir ja dann noch selber schnell verpacken und rüberfahren.

Das war natürlich eine grandiose Fehleinschätzung, sowohl im Hinblick auf „paar Sachen“ als auch „schnell verpacken und rüberfahren“ – wer hätte das gedacht? 😕 Es ist schon erstaunlich: der Umzug der Küche nimmt etwa 80% der Zeit in Anspruch, während die Fläche derselben ja je nachdem nur etwa 20% des Wohnraums einnimmt (oder weniger, je nachdem). Die 80/20 Regel gilt auch beim Umzug! :mrgreen:

Irgendwann kommt bei den ganzen Schränken, Schubladen und Fächern der Punkt an dem man erwägt, vielleicht doch Alkoholiker zu werden. Konkret dann wenn man denkt man hat jetzt alles, um dann einen Oberschrank zu öffnen und darin noch weitere Sachen zu finden. Oder danach, wenn man einen kleinen Unterschrank aufmacht und darin auch noch Zeug findet, überwiegend Krimskrams! Oder spätestens dann wenn man die Spülmaschine aufmacht und sieht, dass das Ding ja halb voll ist. 😡

In Summe sind wir glaube ich noch 5x zwischen Mietwohnung und Haus hin- und hergependelt, das Auto jedes mal bummsvoll mit Küchenzeug, und dem Nervenzusammenbruch gefährlich nahe: wird es jemals ein Ende nehmen?!?

So nebenbei, die beiden Möbelpacker waren diesmal nicht stämmige und wohlgenährte Mexikaner, sondern zwei schmächtige Ukrainer vom Typ „windig’s Zigarettenbürscherl“. Schon irgendwie witzig, wie man die Leute nicht nur anhand ihres heftigen Akzents, sondern auch am äusseren irgendwie gleich erkennt: drahtig, hellblaue Augen, blond, markante Gesichtszüge, und witzigerweise natürlich auch die irgendwie obligatorische Nylon-Schlabberjogginghosen. (ja, interessantes Arbeitsgewand für Möbelpacker – sowas wie eine Berufsgenossenschaft die bei Kleidung und Schuhwerk Vorschriften macht gibt es hier offensichtlich nicht). Anpacken konnten die beiden Jungs aber gut, und innerhalb von 3 Stunden war die Sache erledigt (also Möbelstücke einwickeln, vom zweiten Stock runterschleppen, verladen, zum Haus fahren, entladen).

Und das Timing hätte nicht besser sein können – so zirka 30 Minuten nachdem die Möbelpacker abgerückt waren kam die Lieferung unserer Haushaltsgeräte: Kühlschrank. Kochstelle. Waschmaschine. Trockner. Der Ofen fehlt noch, ist im Rückstand, genauso die Spülmaschine.

Anhand dieser Auflistung erahnt der geneigte Leser nun bereits: boah, datt hat ne fette Stange Geld gekostet. Das ist natürlich wahr – und erst der Anfang. Denn wir würden keinen neuen Ofen, Kühlschrank, Kochstelle und Spülmaschine kaufen, wenn wir nicht auch die dazugehörige Küche drumherum erneuern würden…

Davon dann später mehr.

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1 Comment

  1. Alles Gute weiterhin…Umzüge waren für mich immer ein Horror. Gott sei Dank waren es bei uns nur 3 Umzüge in Wien. Der letzte ins Burgenland war 1999.Liebe Grüße!

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