Novembermorgen (2002)

Ein Gedicht von 2002, beim Stöbern auf der Festplatte gefunden. Inspiriert von den Stimmungen auf der frühmorgendlichen Fahrt in die Arbeit nach Burghausen, als ich noch in Trostberg wohnte. Eigentlich doch ganz schön, finde ich. Und ich glaube es ist recht offensichtlich, dass ich lieber einen Spaziergang gemacht hätte als in die Arbeit zu gehen. 😉

Novembermorgen

Aus der Senke über’m Hügel
steht der Horizont in Flammen.
Scharf gezeichnet steh’n der Bäume
dunkelgraue Silhouetten
in der kalten, klaren Luft.

In der Nähe und den Schatten
steh’n die Häuser eingemummt
Qualmende Kamine, drinnen wohl’ge Wärme
und die Fenster hell erleuchtet
in der Morgendämmerung.

Hinter zarten Nebelschwaden
die aus Fluss und Bächen steigen
in die sanft verreiften Wiesen
liegt der neue Tag erwachend
wartend auf das Sonnenlicht.

In der Ferne unerreichbar
glitzern weiss der Berge Zinnen
in erstarkten Sonnenstrahlen
wie ein weissgold leuchtend‘ Dach
majestätisch thronend über allem.

Dann möchte ich den Weg zu verlassen
und am Waldesrand entlang
über leise Wiesen wandeln
wo kein Laut, kein Hauch
dieser Stille Frieden bricht.

(2002)

 

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1 Comment

  1. Sehr schön ist der erwachende neue Tag beschrieben…in der letzten Strophe der Gedanke lieber auf Foto-Pirsch zu gehen ist verständlich. Liebe Grüße!

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