Alle Jahre wieder…

…wundere ich mich zum Karfreitag, wie offensichtlich doch die „weltanschauliche Neutralität des Staates“ mit dem Schutz christlicher Feiertage kollidiert, und dass das niemand mal angreifen mag. Ganz konkret meine ich natürlich das Tanzverbot, das in verschiedenen Bundesländern mehr oder weniger streng ist.

Ist ja schön und gut wenn Christen am Karfreitag nicht tanzen wollen. Verstehe ich ja. Alle diejenigen, die jedoch nicht an die Jesus-Geschichte glauben werden dadurch diskriminiert, und ihrer freien persönlichen Entfaltung beraubt (GG Art. 2 §1), oder?

Die Dominanz einer einzelnen religiösen Gruppe, egal wie klein oder groß, über die gesamte Bevölkerung, ist doch nicht der Zweck geschützter Religionsfreiheit?

Die sogenannte „negative Religionsfreiheit“, die die „Freiheit von der Religion“ meint, in dem Sinne, dass keinem religiöse Pflichten oder Rituale aufgezwängt werden dürfen, wird durch das Karfreitagstanzverbot ganz eindeutig mit Füßen getreten.

Schöner Artikel bei Spiegel Online dazu: Plädoyer für eine Trennung von Staat und Kirche. Ach nö, wirklich konsequent durchgezogen würde das ja bedeuten, all die christlichen Feiertage abzuschaffen… 😉

Vermutlich verzichten deutsche Arbeitnehmer jeden Glaubens oder Nichtglaubens dann doch mal lieber einen Tag auf den Tanz, und lassen sich von den Christen weiterhin auf dem Kopf herumtanzen.

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