Wandern am Volcan Mountain

Gestern sind wir – zum zweiten Mal in diesem Jahr – am Volcan Mountain wandern gegangen. Das ist eine „Wilderness Preserve“, eher im Osten von San Diego und deutlich höher gelegen – wie der Name „Volcan Mountain“ auch vermuten ließe, allerdings wird der Begriff „Berg“ hier eher großzügig auf auf jeden zweitklassigen Hügel angewendet. Einen Vulkan gibt es da nicht, in unmittelbarer Nähe liegt jedoch die alten Bergbausiedlung namens Julian, die heutezutage bekannt für Apfelkuchen und Touristenandrang ist.

Bei unserer ersten Wanderung im Februar war es warm und sonnig, und während es in tieferen Lagen kräftig grünte war dort oben alles noch braun und im Winterschlaf. Ich wusste, dass Ende April bis Mitte Mai in dieser Höhe die beste Wanderzeit ist, also musste ich da auf jeden Fall nochmal hin – zumal dort jetzt auch Hunde erlaubt sind, was bis letztes Jahr nicht der Fall war.

In San Diego war es ein bewölkter Tag mit leichtem Nieselregen, in Julian waren wir mitten in den Wolken und es war relativ kühl (9°C als wir losmarschierten). Das ist für die inzwischen 13 Jahre alte kleine Toni das perfekte Wanderwetter – wärmere Temperaturen oder gar Hitze schätzt sie nicht mehr so. Sie geht zwar in den Garten und döst da in der Sonne und wärmt sich das Fell, aber aktiv ist sie lieber wenn es kühl ist.

Bei diesem Wetter waren kaum andere Menschen unterwegs (die meisten wandern dort eher wegen der tollen Aussicht, insbesondere nach Westen) und so ließ ich Toni dann – natürlich unerlaubter Weise – auch mal von der Leine. Zunächst musste sie jedoch als Größenindikator für ein Photo einer fantastischen Manzanita posieren:

Hund Toni auf einer großen Manzanita
Toni und Manzanita

Die Manzanitas sind Erikagewächse die hier in allen Höhenlagen vorkommen, und von der Gattung Arctostaphylos findet man am Volcan Mountain absolut fantastische Exemplare, direkt am Wegesrand (leider wurden viele davon teilweise getrimmt damit sie nicht den Weg blockieren – in Anbetracht dessen dass solche „old growth“ Exemplare mittlerweile recht rar sind eigentlich eine Sünde).

Der Höhenanstieg ist mit rund 350 Metern recht moderat und am höchsten Punkt der Wanderung (sie nennen es „Gipfel“, na ja) erreicht man knapp 1600 Höhenmeter. Aussicht hatten wir da natürlich überhaupt keine, es war durchgängig neblig (bzw. wir wanderten in den oder durch die Wolken).

Dann eine nette Überraschung: auf einer Wiese am Hang ist ein Flecken mit kalifornischen Mohn (Eschscholzia californica) – und Toni musste natürlich mitten durch.

Hund Toni in nebligem Mohnfeld
Toni, Mohn, Nebel

Ich glaube an ihren Gesichtsausdruck kann man erkennen, dass ihr die Wanderung ziemlich gut gefallen hat. 🙂

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