Sonnenenergie

Zehn PV-Paneele auf unserem Dach

Mit ein paar Solarzellen für’s Dach hatten wir ja eigentlich von Anfang an geliebäugelt – allerdings war diese Investition in das Haus auf unserer Prioritätenliste natürlich nicht so hoch (ein neues Dach war bißchen wichtiger!), und einigermaßen brauchbare Daten zu unserem durchschnittlichen Stromverbrauch (auf Basis dessen wird so ein Sonnenenergiesystem hier bewilligt) fehlten uns ja auch.

Nun sind wir bald ein Jahr lang in unserem Haus und die Daten haben wir also – bedingt durch sommerliche Kühlung ist der Stromverbrauch im Sommer natürlich grandios höher als im Winter (Winter: $30 bis $50, Sommer $120-$150). So eine Klimaanlage für ein Einfamilienhaus hat so in etwa eine Leistung von 3500W, und unser olles Teil verbrät vermutlich noch mehr. 🙂

Mit diversen Sonnenenergiemenschen hatten wir in der Vergangenheit schon Kontakt, einfach mal um „so Pi mal Daumen“ zu sehen worauf das so hinausläuft. Einer dieser Anbieter hatte nun ein neues Angebot, und dieses haben wir angenommen. Man nimmt einen „Solar Loan“ auf, also einen Kredit für das Sonnenenergiesystem, und zahlt anstatt monatlich Strom den Kredit ab. Klingt einfach, und ist es auch.

Das interessante daran: auf diese Weise ist man Besitzer des Solarsystems und kommt in den Genuß eines Steuernachlasses von 30% der Anschaffungskosten des Systems. Diesen Steuernachlaß nutzt man dann um einen Batzen des Kredits abzuzahlen, und hält so die monatlichen Zahlungen sehr niedrig. Klasse Sache!

Und so haben wir jetzt ein kleines Sonnenenergiesystem mit 2.65kW auf der Westseite unseres Hauses. Seit Anfang September ist es auch „online“ (Abnahme durch das Bauamt und den örtlichen Stromanbieter dauern länger als die eigentliche Planung und Installation, eh klar…) und produzieren derzeit jeden Tag so etwa 15-16kWh Strom.

Zehn PV-Paneele auf unserem Dach
Zehn PV-Paneele auf unserem (neuen!) Dach. Die komplette Installation hat nur so etwa 2 1/2 Stunden gedauert. Oberhalb der Paneele sieht man die (in Dachfarbe gestrichene) Stromleitung die quer über das Haus zum Sicherungskasten verläuft. August 2016.

Der aufmerksame Leser bemerkte natürlich bereits, dass das 2.65kW-System selbst bei 100% Effizienz nicht ausreicht, um die Klimaanlage laufen zu lassen. Aber so funktioniert das natürlich nicht. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und man bekommt dafür einen „generating credit“ – man baut also ein Stromguthaben auf, und alle 12 Monate wird das dann mit dem Verbrauch gegengerechnet, und man bezahlt entweder nach, oder bekommt vom Stromanbieter Geld zurück. Da unser System mit 110% unseres derzeitigen Durchschnittsverbrauchs dimensioniert ist rechnen wir eher damit, ein wenig Geld zurückzubekommen. Wir werden sehen.

Interessant ist nun natürlich eigentlich, so viele Erdgasverbraucher wie möglich zu eliminieren. Grad blöd, dass der Wäschetrockner (funktioniert mit Erdgas) grade mal 8 Monate alt ist. Der Warmwasserboiler auf der anderen Seite ist ein ziemlich heißer Kandidat für einen Austausch gegen ein elektrisches Modell (vielleicht mit Wärmepumpe, in der Garage wo das Teil steht ist es im Sommer eh brüllend heiß, das würde sich also anbieten).

Inverter und Sicherungskasten, August 2016.
Inverter (so neu und hübsch) und Sicherungskasten (oll), Stromzähler – da ist das System noch aus weil wir noch keine endgültige Betriebsgenehmigung hatten. Ja, der komplette Sicherungskasten ist hier von außen zugänglich! August 2016.

Am Sicherungskasten selbst mussten auch noch ein paar Modifikationen vorgenommen werden – die Hauptsicherung muß nach neuen Regularien die alleroberste sein, die Solarsystemsicherung die allerletzte. Ein paar der Sicherungen mussten also an andere Stellen verschoben werden.

Im Bild oben sieht man am Inverter unten eine kleine schwarze Antenne – der Inverter hat eine drahtlose Verbindung zu einem kleinen Gateway, dass an unserem Router hängt, und von da aus werden die Daten an die Server von SolarCity übertragen, und via Webbrowser oder App kann man sich dann angucken, was das System so macht.

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Der „Powerguide“ in der SolarCity-App zeigt an, wieviel Strom man produziert hat. In der Früh war’s bewölkt (der Marine Layer halt), so um 10 Uhr begann es aufzuklaren. 🙂

Und so sind wir jetzt doch ziemlich glücklich, dass wir dazu beitragen können, sauberen Strom zu erzeugen, und hoffentlich die Wüste vor weiterem Irrsinn a la „Ivanpah“ bewahren zu können.

 

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