Mein Freund der Baum

…ist tot. Und er fiel nicht im frühen Morgengrauen, sondern über den Vormittag verteilt. Gemeint ist die ziemlich riesige Kiefer, die an der Ecke unseres Grundstücks neben der Garageneinfahrt stand.

Mann mit Kettensäge in der Kiefer, Juni 2017.
Mann mit Kettensäge in der Kiefer, Juni 2017 (Klick = größer).

Das ist natürlich etwas traurig, dass dieser große alte Baum jetzt weg ist, hat er doch schönen Schatten gespendet und war auch eine schöne Sichtblockade. Aber wir mussten uns langsam aber sicher auch fragen, ob das Ding nicht eine Gefahr sei – die riesigen, ausladenen Äste ragten weit über das Haus des Nachbarn und den Gehweg, und wenn einer davon bei einem Sturm abgebrochen wäre, dann wäre das was in dem Moment darunter gewesen wäre wohl beschädigt worden. Das Dach des Nachbarn, oder ein geparktes Auto, oder eine Person die den Gehweg benutzt, womöglich ein Kind. Das Risiko war uns dann doch ein bißchen zu groß, und die starken Santa-Ana Winde hatten wir dieses Jahr auch im März und April – da war uns dann auch etwas mulmig, insbesondere da der Boden vom vielen Regen im Winter natürlich auch aufgeweicht war.

Und seit jeher hatte der Beton unserer Garageneinfahrt einen gewaltigen Riss, weil die Wurzeln dieser Kiefer darunter gewachsen sind. Ein Landschaftsbauer hat uns dann natürlich gesagt, dass als erstes der Baum weg muss wenn wir jemals die Garageneinfahrt erneuern lassen wollen. Beim Einzug haben wir im November 2015 zwar die Wurzel die unter die Betonplatte gewachsen war abtrennen lassen, aber das hat natürlich nichts geändert.

So haben wir denn den Baum fällen lassen, und es rückten vor kurzem am Samstagmorgen ein Trupp Leute an und er wurde Stück für Stück zerlegt – in einem Wohngebiet kann man so einen Baum ja nicht in einem Stück umlegen. Einer der Männer kletterte mit Kettensäge und Seilen in den Baum und begann die Äste abzusägen, einen nach dem anderen, und mit dem Seil wurde jeder der Äste gesichert, abgefangen und kontrolliert zu Boden gelassen, wo sie vom Rest der Truppe weiter zerkleinert und teils geschreddert, teil abtransportiert wurden. Am Schluß wurde dann der Stamm auf die gleiche Weise Stück für Stück gekürzt. Alles in allem haben 5 Mann wohl rund 6 Stunden gebraucht, bis die Kiefer komplett weg war.

Wenn die Garageneinfahrt dann erstmal neu gemacht ist (irgendwann) dann will ich da eigentlich schon ganz gerne wieder einen Baum haben. Aber vielleicht einen, dessen Wachstum etwas begrenzter ist. Ein Palo Verde würde mir ausgesprochen gut gefallen. 🙂

Und der Vollständigkeit halber natürlich:

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