Zurück zu Timo Beil

Wir haben den Mobilfunkanbieter gewechselt. Von at&t zu T-Mobile. Ausgerechnet! 🙂 Anders als in Deutschland ist T-Mobile ja hier in den USA einer der „Underdogs“ und versucht den beiden Platzhirschen at&t und Verizon Marktanteile abzuluchsen. Das gelang ihnen in unserem Fall auch ganz gut: $100 für zwei „Anschlüsse“ mit kompletter Flatrate. Also Telefon, Text und Daten (ohne Telefone natürlich).Mehr

Das Bessere ist der Feind des Idealisten

Kam mir gerade so in den Sinn. Eigentlich heisst es ja „das Bessere ist der Feind des Guten“, aber wenn ich mir meine Musiksammlung (die gänzlich „digitalisiert“ ist, so hieß dass früher) auf dem Computer so betrachte, dann bin ich mit dem „idealistischen Ausflug“ zu Ogg Vorbis vor ein paar Jahren heute doch eher in den Arsch gekniffen (mittlerweile wird alles entweder als MP3 oder FLAC+cuesheet „gerippt“).

Ogg Vorbis wäre eigentlich grandios: offen, und im Gegensatz zu MP3 frei von Lizenzgebühren, im Vergleich zu MP3 ebenfalls bessere Qualität bei gleicher Dateigröße (oder kleinere Dateien bei gleicher Qualität, was sicher nicht weniger erstrebenswert ist), nur ein Standard für Metadaten (und nicht etwa das Chaos der unterschiedlichen ID3 Versionen)… es könnte so schön sein!

Mein alter MP3-Player mit 1GB Kapazität spielt die Dateien auch schön ab. Den habe mir damals extra deswegen gekauft. 🙂 Auch ein Autoradio hatte ich, dass Ogg Vorbis erkannte (via CD, oder USB). Das war natürlich vor einigen Jahren. Heute? Das Autoradio spielt kein Ogg Vorbis ab. Aber WMA. Wie hat es eigentlich Microsoft geschafft ihr blödes WMA-Format zusammen mit MP3 in allen Geräten zu platzieren, während Ogg Vorbis außen vor gelassen wurde, verdammt?!

[überhaupt, Autoradios – wie bescheuert ist es eigentlich, dass sich in Autos mittlerweile vielfach ein (mechanisch nicht unproblematischer) CD-Wechsler ab Werk findet, ein Slot für SD- oder CF-Karten aber eher die Ausnahme ist?]

Windows Media Player (nicht, dass ich diese Software verwenden würde) und iTunes (hier ebenfalls nicht in Verwendung) können mit einigem Aufwand zumindest teilweise zur Unterstützung von Ogg Vorbis überredet werden – befriedigend sind diese Lösungen jedoch nicht (ganz bitter wird es, wenn Shuwen Musik von mir haben will – sie ist eingeschworener iPod-User, und da geht ohne Konvertierung gar nix).

Auf anderen Geräten im Haus kann ich dank foobar2000 (einer der Gründe schlechthin, um einen Windows-PC zu verwenden, so nebenbei) ganz-egal-was streamen (also solange fb2k es abspielen kann). Das Android-Telefon spielt Ogg Vorbis auch ab. Gut, jedoch als Audioplayer beim Joggen oderso eigentlich doch ein bisschen klobig.

Mir kommt das ein bißchen so vor wie damals mit VHS und Betamax (oder war das Video2000?). MP3 war zuerst da und war revolutionär, da muss man mit den Macken und Krücken offensichtlich leben.

So oder so – der Zug für komprimierte Audioformate ist abgefahren. MP3 hat sich durchgesetzt. Hoffentlich ist es für Webvideo noch nicht zu spät, und wir können den grausamen Flash-Player mit seinen ewig wiederkehrenden Sicherheitslücken und dem beschissenen Updateprozess bald von unseren Rechnern verdammen.

Produktdesign

Zur Abwechslung mal wieder was aus der Kategorie „Aufreger“. Wir haben uns einen neuen Wireless-Router gekauft weil sich der alte oft mehrmals am Tag aufgehängt hat und quasi einen Kaltstart benötigte. Und damit’s „was gscheit’s“ ist haben wir das Ding von Linksys/Cisco gekauft. E3000.

Die Inbetriebnahme geht schonmal nur mit einer CD. HASS. Erst hinterher kann man dann manuell ran – denn erst mit Abschluss der CD-Installation wird einem überhaupt das Passwort für das normale Administrationsinterface via Browser angezeigt. Was für ein Dreck!

Nach erfolgter Installation und Anpassung der Konfiguration (wir haben bestimmte Vorstellungen wie das Ding gesichert sein soll: MAC-Filterung, KEIN WEP, KEIN WPA, nur WPA2, derlei halt) dann die Überraschung: das Ding richtet ein „Gäste-WLAN“ mit ein. Man braucht den Gästen dann nur das PW geben, schon können sie das WLAN verwenden. Wie sinnlos ist dass denn?! Wenn ich einem Gast das PW geben muss, dann kann ich dem doch gleich das normale PW geben!

Aber das beste: das „Gast-WLAN“ kann man über das Browserinterface nicht ausschalten! Das geht nur mit der CD, und nur dann, wenn man noch keine anderen Einstellungen angepasst hat. Grundgütiger, auf solche Produkte solltet ihr mal lieber nicht euer nobles „Cisco“ Logo draufpappen, das ist ja wohl nur noch Panne… 😦

Es ist ja schön und gut, dass es für die nicht so bewanderten User eine einfache Installation via CD gibt. Das bedeutet aber doch nicht, dass gleich alle Benutzer gleichermaßen das Gehirn abgeben müssen. Und wenn, dann sollten doch bitte alle Konfigurationsoptionen auch im Webinterface zur Verfügung stehen.

Fazit: $110 für ein Produkt, dass nicht exakt so funktioniert wie ich es mir wünsche (ich will kein blödes Gäste-WLAN betreiben!), und dass mich bei der Inbetriebnahme schon geärgert hat – nein Danke. Mal schauen ob wir das Scheißteil noch zurückgeben können.

Windows hat mich wieder // Back to Windows

Nicht, dass ich in letzter Zeit eine andere Plattform verwendet haette, nachdem ich von allem was nach XP kam jedoch nicht viel halte fielen z. B. die Apfelsamen bei mir auf fruchtbaren Boden… (aufgrund der von mir eingesetzten Software fuer die Photoverwaltung – Adobe Lightroom – kam Linux nicht in Frage, da es Lightroom nur fuer Windows und Mac OS gibt, und ich auf Emulatorgebastel keine Lust habe).Jedoch…

  • ein iMac kommt wegen der hochglaenzenden Grossformatrasierspiegel, die sie „Display“ nennen nicht in Frage; matte Displays gibt es nicht…
  • ein Mac Mini waere schoen, ist aber bei der gebotenen Ausstattung (nur C2D, Core i-Prozessoren Fehlanzeige) einfach nur hoffnungslos ueberteuert
  • der bei Apple einsetzende Groessenwahn, der durch den Hoehenflug des iPhone und des iPad befluegelt wird (Stichwort Flashblockade, aktuelle Java-Diskussion, usw. usf.) macht das Unternehmen meiner Meinung nach eigentlich NOCH unsympatischer als Microsoft… 😉

Also soll der neue Computer am neuen Wohnort ein Small Desktop mit Windows sein. Mittlerweile sind die Geraete ja absolut komplett ausgestattet, wozu sollte man sich da noch einen unfoermigen Tower unter den Schreibtisch stellen? 8GB Speicher, i5-650 CPU, 1TB Festplatte, Radeon 5450 mit 1GB Grafikspeicher, 7.1 Sound, Wireless integriert, usw. usf. – das alles (inklusive – seufz – Win7 Home Premium 64bit) fuer deutlich unter $700. Hoffentlich wird das Ding bald geliefert. 🙂

Warum fragt mich eigentlich keiner?

Es greift eine neue Softwarekultur oder besser -unsitte um sich: die Installeritis. So bezeichne ich den Umstand, dass in einer Form von Brachialmarketing ungefragt mit einer Software X eine unergründliche Anzahl weiterer Komponenten installiert wird die ich überhaupt nicht will.Mehr

Google gegen Bing – 1:0

Heute habe ich mich auf die Microsoft-Webseite begeben. An sich schon schlimm genug. Es ist immer wieder die reine Freude, wenn man sie von einer schmalbandigen Remote-Session bei einem Kunden aufmachen muss wenn man irgendwas recherchieren oder runterladen muss und dann diese dollen „Silverlight! Wichtig popichtig!“ und „Tolle Umfrage, unbedingt teilnehmen!“ Requester toll aufpoppen und von oben reinscrollen.

(NEIN, ich WILL an dem DRECK nicht teilnehmen, ich will auch kein Silverlight installieren – wer will das überhaupt?!? – ich komme nur auf Eure verfickte Webseite weil ich etwas BRAUCHE um ein PROBLEM zu lösen! Also geht mir nicht auf die Eier mit Eurer blöden Werbung und Euren doofen Umfragen, ist das so schwer?!?). Einfach nur zum Kotzen, wie alles was MS in den letzten Jahren gemacht hat.

Ich wollte das Service Pack 2 für Server 2008 in der x64 Version runterladen. Und siehe da, Microsoft setzt auf seiner eigenen Webseite auf die eigene, neue und gelobte „Bing“ Suchmaschine (eh klar). Mit einer Suche nach „server 2008 sp2 x64“ sollte man eigentlich zum Ziel kommen – immerhin „weiss“ diese tolle Suchmaschine ja, auf was man aus ist, gell?

Dachte ich jedenfalls – denn das war mir die Microsoft-eigene Suche auf der Microsoft-eigenen Webseite bei diesem Suchbegriff zurückgibt ist DAS:

ZWEI Treffer! Und nicht nur das, nein: ZWEI Treffer die NICHTS mit dem zu tun haben was ich gesucht habe! Meine Güte, wie PEINLICH ist das denn?!

An und für sich wollte ich es damit schon bewenden lassen, aber HALT, dachte ich mir – denn ich hatte heute auch gelesen, dass sich Google ja keine allzu grossen Sorgen wegen Bing macht (einfach mal nach „eric schmidt bing“ googlen). Nun, das obige Ergebnis alleine rechtfertigt schon diese Annahme, aber zur Bestätigung habe ich es dann doch noch überprüft:

Wie nicht anders zu erwarten wäre ich mit einem Klick auf „Auf gut Glück“ (I’m feeling lucky) auf der richtigen Seite gelandet – bei Microsoft, zum Download des Servicepacks das ich wollte. Geht doch!

Also: Google kann die Microsoft-Downloadseiten offensichtlich so indizieren, dass man das findet, was man sucht. Vielleicht schafft Microsoft das ja auch noch irgendwann. Im nächsten Leben, oderso. Bis dahin wäre es vielleicht besser, einfach mal einen Suchknopf von Google auf der MS-Seite zu integrieren…

Congster (Teil 2)

Nachdem ich eine neue Rechnung (natürlich elektronisch) von Congster bekommen habe fiel mir auf: da war doch noch was…? Richtig, ich hatte noch keine Kündigungsbestätigung bekommen. Dabei hatte ich vor ein paar Tagen schonmal per Mail nachgefragt – und keine Antwort bekommen.

Also doch anrufen. 01805-Nummer, klar -ist ja nur wieder mein Geld, Ihr Congster-Penner. Die erste Überraschung: keine Warteschleife?!? Ich habe sofort eine Dame an der Strippe. Die mir freundlich mitteilt, dass keine Kündigung vorliegt. WIE BITTE?!? Das Fax hatte OK gesagt.

Ich gehe zum Fax, faxe die Kündigung nochmal und drucke das Ausgangsjournal aus. Was steht dort? 8. Juni, Fax an die Congster-Nummer die mir der Kundendienst per Mail mitgeteilt hatte, Status: OK. Und das gleiche für den heutigen Tag.

Wieder ans Telefon. Diesmal doch Warteschleife. Nach 5 Minuten endlich ein Herr am Telefon der nur meint, ich sei ja dann auf der sicheren Seite wenn ich ein Faxprotokoll habe auf dem steht, dass das Fax übermittelt wurde. HALLO?!? Ich weise ihn nochmal darauf hin: bereits auf das Fax vom 8. Juni hin hätte ich wohl eine Kündigungsbestätigung bekommen müssen während seine liebe Kollegin NICHTS dazu in meinem Kundenkonto findet.

Das muss er jetzt dann mit seinem Vorgesetzten klären. Ich warte, er klärt. Dann braucht er nochmal meine Kundennummer, und 1 Stunde später habe ich eine Kündigungsbestätigung (per E-Mail – wo ich doch wollte, dass mir die Typen wenigstens einen Brief schicken müssen! Interessiert halt keinen mehr was ein Kunde will der einen lächerlichen, 4 Jahre alten 7€-Tarif hat, eh klar). Und in dieser Kündigungsbestätigung wird mir natürlich als Eingang der Kündigung der 8. Juni genannt wird. Sehr witzig!

Aber jetzt kommts: wieder eine Stunde später nochmal eine Mail von Congster. WTF?!? Dort wird mir dann mitgeteilt, dass die „Congster“ Produkte zum 31. Juli endgültig eingestellt werden (und dass es ja sicher ein Congstar-Produkt gibt, dass für mich ganz ganz dolle supi ist…).

Fazit: ich hätte mir den ganzen Mist komplett schenken können. Danke, Congster. Wundert es irgendwen, dass das ein Unternehmen aus dem Dunstkreis der Telekom ist?!?

Outlook „Sofortsuche“

Der Betreff sagt eigentlich schon alles. Komisch, dass es Google bei GMail „in the cloud“ schafft, eine Suche zu realisieren die den Namen „Sofortsuche“ wirklich verdient, und die auch noch total sehr intuitiv zu verwenden ist (insbesondere mit dem „Auto Search complete“ Lab-Feature) während es Microsoft für Outlook nicht auf die Reihe bringt.

Wenn man Outlook 2007 startet, dann geht oben diese schöne Hinweisleiste auf: hier klicken um die Sofortsuche zu aktivieren (so nebenbei: wo man diesen blöden Hinweis deaktiviert muss man erstmal googlen). Das bedeutet konkret, dass man dann die Desktopsuche reingewürgt bekommt (und ich weiss ja nicht welches Chaos andere Menschen auf Ihrem Computer veranstalten, aber wenn ich eines wirklich noch NIE gebraucht habe dann war es eine Desktopsuche, egal von welchem Anbieter!). Die natürlich den ganzen Computer indizieren will. Und irgendwie das ohnehin schon träge Outlook 2007 nicht gerade schneller macht, so scheint es mir.

Man muss sich ein Zusatzprogramm wie Xobni oder Lookeen installieren (wobei Xobni von Haus aus ausfällt wenn man Exchange einsetzt und auch öffentliche Ordner oder ein weiteres Postfach indizieren möchte, datt kann datt nämlisch nisch! Oder ich war zu blöd die Option zu finden), damit man seine Mails vernünftig und schnell durchsuchen kann. Einfach lächerlich (und genauso Panne wie alle anderen Microsoft-Produkte die in den letzten 3-4 Jahren auf den Markt gekommen sind, oder etwa nicht?).

Naja, so haben andere Firmen wenigstens auch noch was von der Unfähigkeit Microsofts: Lookeen (das wirklich gut ist) kostet nämlich. Bis 10 Lizenzen knapp 35€. Sauber!

iPhone & Fotoalben

Boah, ist das armselig… man kann auch mit dem neuen iPhone OS 3.0 Photoalben auf dem iPhone weder erstellen noch verwalten. Photos von einem Album ins andere verschieben – ebenfalls Fehlanzeige. Alben kann man nur erstellen indem man auf dem PC entsprechende Ordner erstellt die dann synchronisiert werden.

Es ist völlig hirnrissig: ich muss die Bilder vom iPhone auf den Ordner in den PC kopieren (verschieben geht mit der verkrüppelten Zugriffsmöglichkeit des Windows Explorers ebenfalls nicht – vielleicht ist das ja auf dem Mac besser, keine Ahnung) und dann diesen Ordner mit dem iPhone synchronisieren – und kann nur auf diese Weise die Bilder verschieben. Da sind meiner Meinung nach eindeutig Drogen im Entwicklerteam bei Apple unterwegs!

Nettes Detail: bei der Synchronisierung der Bilder meldet iTunes: „Bilder werden für das iPhone optimiert“ (wohlgemerkt für die Bilder, die mit dem iPhone gemacht wurden!) – aha?! Naja, die Kamera des iPhone ist ja sowieso grottenschlecht, das wundert mich also eigentlich gar nicht mehr…