Liebe Bayern,

Ihr seit übrigens so ziemlich das einzige deutsche Völkchen, dass seine Posts und Kommentare bei Facebook in Mundart schreibt. Also nicht nur so zwischendurch zum Spaß, sondern immer. Ich persönlich finde das ja ziemlich affig* – stelle es mir aber gleichzeitig doch rechtMehr

Verständigungsschwierigkeiten

Einer der Gründe warum ich immer noch dieses deutsche Weblog habe ist: Sprache. Sprache ist für mich Identität. Und obschon ich im alltäglichen Gebrauch des Englischen durchaus in der Lage bin mich recht gezielt auszudrücken (wenn man mal von fehlenden Vokabeln und dem niemals endenden Kampf mit der Aussprache absieht), so fehlt mir aus meiner Sicht doch der Schliff und die Eloquenz mit der ich mich im Deutschen auszudrücken vermag. Was man vielleicht anhand des vorherigen Satzes vielleicht schon vermuten könnte. 🙂Mehr

Kopfkäse

Noch ein Beitrag zum Thema Sprache. Der wird etwas länger, glaube ich. 🙂

Als wir kürzlich eine gemischte Vorspeisenplatte bestellten war einer der Bestandteile als „Headcheese“ (wörtlich übersetzt „Kopfkäse“) gelistet. Wir waren völlig ahnungslos um was es sich dabei handeln könnte und gingen davon aus, dass es sich wohl um ein Molkereiprodukt handeln würde (und natürlich hätte man einfach LEO zu Hilfe nehmen können, Schlaufon sei dank).Mehr

Veilchen

Mal wieder eine kleine Beobachtung zum Thema Sprache.

Im deutschen ist das Hämatom im Lidbereich des Auges das „blaue Auge“ (umgangssprachlich Veilchen genannt). Im englischen ist es jedoch nicht blau, sondern schwarz, es heisst „Black Eye“ (umgangssprachlich „Shiner“). Wenig verwunderlich also, dass das deutsche Rollenspiel „Das schwarze Auge“ als „The Dark Eye“ ins Englische übertragen wurde. 🙂


Und nein, ich bin kein Rollenspieler, nur als ich in Gedanken das „black eye“ in „schwarzes Auge“ übersetzte hatte ich spontan das Gefühl, das schonmal irgendwo gehört zu haben.

Alf und das SLT

Immer wenn ich die Modell-Kurzbezeichnung „SLT“ von Sony-Kameras sehe muss ich an die alte Fernsehserie „Alf“ denken: in einer Episode kündigt er an, sich ein spezielles Sandwich machen zu wollen, wenn die Familie aus dem Haus ist und er mit der Katze Lucky alleine ist:

„Ich mache mir ein leckeres S. L. T. – Schinken, Lucky und Tomate! Haa-Haa!“

(Tommi Pipers Stimme passte ganz wunderbar, finde ich).

Das Sandwich, das Alf tatsächlich meinte heißt im Englischen „BLT“, was für „Bacon, Lettuce and Tomato“ steht – also für (Schinken)speck, Salat und Tomate. Die Schreiber des Synchronskripts hatten also Glück, dass Lucky (die Katze der Tanners) und Lettuce beide mit L anfangen, so konnten sie das Wortspiel kreativ ins Deutsche übertragen.

Aber das nur nebenbei, weil es mir gerade wieder mal auffiel. 🙂

Wüste

Coyote Mountains Mud Hills
Lehmhügel in den Coyote Mountains

Bei einer Wüstenwanderung letzten Sonntag sind mein Freund Hans und ich in unseren stets äußerst tiefschürfenden Gesprächen darauf gekommen, dass das Wort Wüste vermutlich seinen Ursprung im österreichischen Dialekt hat:

„No geh, do is jo echt goanix, wos wüsten do?“

Kartoffeln

Kartoffeln enthalten Kalium (chemisches Element K). Das ist noch nicht so interessant, ok. Aber interessanterweise ist Kalium auf Englisch Potassium, und Kartoffeln sind Potatoes. Schade eigentlich, dass das deutsche Wort „Kartoffel“ vom italienischen „tartufolo“ abstammt (Link zu Etymonline, wunderbar für kleine Sprachgeeks wie mich).

Da geb ich…

Ein feiner Unterschied in der Fäkalsprache zwischen Deutsch und Englisch zum Ausdruck relativer Wurstigkeit*: im Deutschen gibt man einen Scheiß drauf – im Englischen gerade nicht. Also vermutlich im Sinne von „noch nicht einmal“. Man sagt englisch „I don’t give a shit“ während man deutsch „da geb ich einen Scheiß drauf“ (oder oft nur „Scheiß drauf“) verwendet.


*) Verzeihung, dieses sehr bildhafte Wortspiel war nicht geplant

Fränkisch-Englisch

Gerade in einem uralten Verzeichnis gefunden… der Wolke sei Dank, der gesammelte Quatsch überlebt immer und wird artig auf neue Computer zurücksynchronisiert. 🙂 Quelle und Author leider unbekannt.

Anleitung: man lese den Text laut vor und spreche dabei die Worte so aus als seien sie englisch. Es ergeben sich Tonfolgen, die im fränkischen Dialekt verständlichen, sinnvollen Sätzen entsprechen. Und los:Mehr